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tischtennis mentaltraining - das quentchen mehr

es ist wettkampftag.

der gegner wartet auf dich. es geht um den titel.

es steht unentschieden.

du wirst aufgerufen.

dein spiel beginnt.

aber ist es wirklich dein spiel? oder doch eher das deines gegners? erste zweifel tauchen auf. du schiebst sie beiseite. und doch sind sie da.

du fühlst dich gut, stehst gut am tisch. die muskeln sind warm. der ball kommt. auf deine bevorzugte seite. du bringst dich in position - fixiertst den ball - und dann ist da wieder diese penetrante stimme in dir: "das schaffst du niemals".

punkt für den gegner.

manfred baum - gastautor und mentaltrainer von frieders-tt-eck.com für euch

die mentale stärke ist ebenso wichtig wie die körperliche fitness. mindestens.

frieders-tt-eck.com ist stolz darauf, einen der erfahrensten tt-trainer als gastkommentator gewonnen zu haben: manfred (manni) baum.

manfred baum ist eine "hausnummer" im deutschen tischtennissport und eine koryphäe.

geboren 1954 führten ihn seine lebensstationen vom borussia düsseldorf, wo er der doppelpartner von eberhard schöler und "quasi tt-ziehkind von dem legendären ausnahmesportler und mensch hans wilhelm gäb war (gewinn dt. mannschaftsmeisterschaft), zum ssv reutlingen 05 (gewinn dt. mannschaftsmeisterschaft, dt. pokalmeister), ttc calw (dt. vizemeister), 9-facher nationalmannschaftsspieler, 9. der wm in sarajevo in der mannschaft, über altena und andere dann weniger bekannte vereine.

manfred baum erkrankte in den 90er jahren nach beendigung seiner profilaufnahm an einer depression, hat diese jetzt aber wieder im griff. seit 13 jahren spielt er jetzt bei uns beim tsv 1860 ansbach.

2020 schrieb er sein erstes buch "denk dich stark" .

er erlaubte uns, euch einige inhalte des buches hier zur verfügung zu stellen.

Die mentale Stärke ist oft der Schlüssel zum Erfolg.

Denn je nach gespielten / gemeldeten Liga sind die technischen und konditionellen Unterschiede zwischen den einzelnen Spielern gar nicht so groß.

Zwischen „Sieg“ und „Lernen“ entscheidet in diesem Fall nur und ausschließlich deine mentale Stärke.

Generell kann man sagen: Selbst wenn 2 Sätze verloren gegangen sein sollten und du im 3. Satz zurück liegst, ist ein Sieg immer noch möglich.

Keine Frage: Du darfst aufgeben. Aber erst mit dem letzten Atemzug. Hake die Vergangenheit ab.

Der nächste Moment / Schlag ist der wichtigste. Er kann alles verändern.

Sofern Du es erlaubst und willst.

Tischtennis als körperliches Turbo-Schach

Tischtennis ist die schnellste Rückschlagsportart überhaupt.

Der kleine Plastikball hat auf der gegnerischen Seite genau 137 cm in der Länge und 152,5 cm in der Breite Platz, um sein Ziel zu finden. Und das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h. Recht flott also.

Primär stehen also sowohl Reaktionsvermögen und Technik im Vordergrund um mit diesen Geschossen fertig zu werden. Auch die Kondition ist ein Thema, dem du dich unbedingt widmen solltest.

Soweit so gut. Aber wie geht man in schwierigen Situationen mit dem Faktor „Mensch“ um?

Und damit ist sekundär dein Gegner, primär aber du selbst gemeint. Denn allzu oft bist du selbst dein größter Gegner an der Platte.

Hätte ich die Wahl zwischen einem exzellenten Hightech- Schläger und meiner inneren Stärke zu treffen: Der Schläger bliebe in der Tasche.

Tischtennis ist ein Spiel, das besonders im asiatischen Raum herausragende Spielerpersönlichkeiten hervorgebracht hat. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen. Doch eines der Erfolgsrezepte der asiatischen Spieler beruht auf der Stärkung der in Einem selbst liegenden Urkraft sowie der Zentrierung auf das Wesentliche: Dem jetzigen Augenblick.

Denn Tischtennis ist weit mehr als ein Abrufen der in den Trainingseinheiten gelernten und trainierten Technikeinheiten.

Tischtennis ist vor allem ein Spielen mit dem Gegner – und nicht gegen ihn.

Es ist wie ein körperliches Turbo-Schach. Dem Gegner immer einen Schritt / Schlag voraus zu sein, ihn zu beobachten, analysieren, auszuspielen, sich selbst dabei in eine vorteilhafte Position zu bringen und die eigenen Stärken auszuspielen – das macht den wahren Meister aus. Das alles geht aber nur wenn man sich der eigenen Stärke und Schläue bewusst sein kann und blitzschnell Entscheidungen treffen kann.

Insofern solltest du künftig deinen 2-3 wöchentlichen Trainingseinheiten in der Halle tägliche Extraübungen hinzufügen:

Übungen zur

• Findung deiner Urkraft

• deinem Selbstbewusstsein

• deiner Ausgeglichenheit

• Entscheidungsstärke

Nennen wir es fort an „Achtsamkeit“.

Diese Übungen kommen dir bei allen Sportarten, allen Lebenssituationen zu Gute.

Bist du in diesen Disziplinen erfolgreich, so kannst du auch als weitaus jüngerer, älterer, untrainierter Spieler allen vermeintlich überlegenen Gegnern meistens Paroli bieten.

Das Schöne am Tischtennis ist die Tatsache, dass man eigentlich nie verlieren, sondern entweder gewinnen oder lernen kann. Das können Bescheidenheit, Respekt, Erkenntnis, neue Spielzüge, das eigene Wirken auf den Gegner sein.

Wie der Ehrenvorsitzende des Deutschen Tischtennis-Bundes, Hans-Wilhelm Gäb, seinen Schülern, Mannschaftskameraden und Freunden mit auf den Weg gab:

„Lerne anständig zu verlieren und in Bescheidenheit zu gewinnen“.

Lerne strategisches Denken

Strategisches Denken lernt man am besten durch Beobachtung, Analyse und der Addition der Erkenntniswerte.

Tischtennis vergleiche ich persönlich sehr gerne mit einem Schachspiel. Immer ein paar gedankliche Züge dem Gegner voraus sein, kleine Fallen legen, kleine Angebote machen, auf die der Gegner dann hereinfällt um dadurch sich selbst in eine vorteilhafte Position zu bringen.

Hierzu ist es unerlässlich, dass man lange Ballwechsel im Training übt. Ohne die technischen Skills kannst du das vergessen. Das ist dann nur Glücksrittertum.

Wenn du aber die technischen und körperlichen Voraussetzungen geschaffen hast, beginnt es richtig Spaß zu machen:

Beobachte deinen Gegner:

• Worin ist er stark? Diese Seite spielst du nur selten an.

• Wo sind seine Schwachpunkte? Dass hier deine besten Bälle vorzugsweise hinkommen, versteht sich von selbst.

• Wie geht er mit angeschnittenen Bällen um? Da kann man auch drüber nachdenken

• Spiele halblange Aufschläge direkt auf seine Körpermitte.

• Variiere zwischen VH/RH, langen/kurzen Bällen, schnellen/langsamen Schlägen. Lass ihn gar nicht erst ins Spiel oder in einen Takt kommen.

• Lass ihn laufen und zwinge ihn Seiten aufzumachen auf denen du dann den Erfolgsschlag platzierst

• Schüchtere ihn mit deinen Aufschlägen ein

• Wechsle auch gerne einmal den Schläger während des Spiels

• Lass dir Zeit, gehe aufrecht, lächle auch einmal

• Bringe dich so gut es geht in Schussposition

• Spiel nicht für die Galerie. Beobachte dich selbst:

• Bist du ruhig? (Du bist ruhig)

• Hast du noch Restalkohol? (Hoffentlich nicht, sonst ist etwas sehr falsch gelaufen)

• Bist du auf das Spiel konzentriert? (Du bist auf das Spiel konzentriert)

Gib dir selbst deine Antworten. Und dann spielst du deine Stärken unbarmherzig aus. Spiele nicht gegen deinen Gegner, sondern mit ihm. Es ist wie Schach. Erinnere dich.

Bereite deine Punkte vor. Und dann genieße, wenn es geklappt hat.

Stärke durch Disziplin

Stärke ist wichtig.

Aber Klugheit geht über Stärke. Mit dieser Wertigkeit im Gepäck widmen wir uns jetzt dennoch dem Thema Stärke. Denn allzu oft wirst du mit der vermeintlichen körperlichen Überlegenheit deines Gegners konfrontiert.

Auf dem Papier mag vieles für deinen Gegner sprechen. Das kommt vor:

• Er ist jünger, spritziger, athletischer als Du.

• Er hat mehr Q-TTR Punkte als du.

• In der Rangliste ist er dir himmelhoch überlegen

• Seine Ausrüstung ist um Klassen besser als deine

• Er ist total austrainiert

• Er ist der Stolz seiner Mannschaft

• Du fühlst dich krank, müde

• Du bist nicht im Training

• Beim Einspielen zeigt er dir eindrucksvoll seine Stärken.

Frage: Warum trittst du dann überhaupt an? Spar dir die Energie und verkriech dich. Lass deine Mannschaft doch einfach hängen. Was soll’s?

Jetzt atmen wir nochmal tief durch und werden wieder normal:

Die Frage ist unmöglich. Stimmt. Aber oft sprechen genauso unsere inneren Zweifel zu uns. Wenn es ein Außenstehender, so wie ich, diese ketzerischen Fragen so formuliert, klingt das, wenn man das absolute Charakterschwein wäre.

Aber deine innere Stimme erlaubt sich diese Frechheit. Merkst du was?

Genau. Bring sie zum Schweigen.

Besser noch: Überzeuge sie vom Gegenteil.

Das geht sicherlich nicht von heute auf morgen. Denn wie gesagt: Stärke wächst im Geduldgarten. Du musst schon etwas dafür tun.

Und zwar nicht nur kurz vor dem Wettkampf. Sondern jeden Tag ein Stückchen mehr. So wie du den Geduldgarten bestellen würdest.

Gartenarbeit ist hier ein hervorragendes Beispiel: Man braucht Know-How, Zuversicht, Ausdauer, Geduld, Weitsicht und Visionen und jede Menge körperliche Arbeit um einen ertragsreichen Garten zu bestellen. Und genau so verhält es sich mit deinem Stärke-Beet im Geduldsgarten.

Ich plane meine Zeit durch. Mit Hilfe eines Planers und unterschiedlichen Farben unterteile ich den Tag in Abschnitte, in denen die Aufgaben fest verankert sind. Dabei unterscheide ich meine Rubriken:

• Tägliche Routine Schwarz

• Konditionstraining Grün

• Achtsamkeitsübungen Lila

• Privates Blau

• Vorträge/Seminare/Training Orange

• Wettkämpfe Rot

Immer am Vorabend wird nachgesehen, was der nächste Tag so bereithält.

Und dann kann man sich schon im Vorfeld darauf einstellen.

Lass uns bitte erst einmal das Wort „Stärke“ definieren. Was ist „Stärke“ überhaupt?

„Stärke ist die mentale und körperliche Kraft, die wir uns angeeignet haben, um unser Leben, unsere Aufgaben, unsere Wettkämpfe erfolgsversprechend zu bestreiten."

Stärke ist zwar noch kein Erfolgsgarant, aber sie ist Grundvoraussetzung dafür, dass wir überhaupt eine reelle Chance haben.

Mach dir dabei immer klar:

• Innere Stärke ist ganz leise, nur für dich hör- und fühlbar

• Gebrüllte Stärke ist aber immer ein Zeichen von Schwäche.

Wenn dir also ein stolzgeblähter, eingebildeter Gockel an der Platte gegenüber steht – hast du grundsätzlich schon mal die

besseren Karten. Etwas Besseres könnte dir gar nicht passieren.

Innere Stärke erlangst du durch:

• Mut

• Achtsamkeit

• Kontinuität

• Neugierde

• Liebe

• Geduld

• Bescheidenheit

• Anstand und nicht zuletzt:

• Disziplin

Mach dein Bett

Du willst etwas ändern. Sonst würdest du das hier nicht lesen.

Lass mich eine ganz banale Aufgabe an dich stellen: Mach morgens dein Bett.

Nein, ich bin nicht übergeschnappt. Dies ist ein eherner Grundsatz der Navy Seals Ausbildung:

Die Soldaten haben jeden Tag die strikteste Anweisung zuerst ihr Bett zu machen. Akkurat, diszipliniert, nach festen Vorgaben. Es ist dort wie bei einer Gebrauchsanweisung, Step by Step.

Und allmorgendlich wird vom Ausbilder die Akkuratesse mit Hilfe einer Münze geprüft: Ist die Decke so straff gespannt, dass eine aufprallende Münze zurückgefedert wird? Ja oder Nein?

Lob hat man keines dort zu erwarten: Es sind einfach Skills, die zu einem allgemeinen Lebensstil, Anspruchsdenken gehören. Das Bettenbauen ist die erste Aufgabe des Tages und hat ganz einfach richtig gemacht zu werden. Ist ja an und für sich keine große Sache.

Und doch ist ein gemachtes Bett Sinnbild für Konstanz, Beständigkeit, Zuverlässigkeit.

Mag das Leben tagsüber noch so bescheiden mit einem umspringen, das gemachte Bett am Abend gibt Gewissheit:

Morgen gibt’s wieder eine neue Chance. Und morgen kann es besser laufen.

Man kann die Geschehnisse nicht immer beeinflussen. Und manchmal geht es echt hässlich in der Welt zu.

Der tröstliche Gedanke: „Es gibt Beständigkeit, ich habe mein Leben (Bett) im Griff“, hilft den eigenen Stolz zu bewahren und aufrecht und selbstbewusst die Herausforderungen des Tages anzunehmen und zu bewältigen.

Der Alltag braucht Struktur. Auch der Trainingsalltag.

Und mit einem gemachten Bett fängt alles an.

Schafft es im Team

Tischtennis ist ein faszinierender Sport.

Man kämpft alleine und doch wiederum nicht. Ein intaktes Mannschaftsgefüge und Vereinsleben lässt sich mit nichts vergleichen oder aufwiegen.

Eine Mannschaft ist eine soziale Gruppe. Eine Truppe Gleichgesinnter, Verbündeter, vereint mit den Zielen gemeinsam etwas zu erreichen, Spaß zu haben, für einander einzustehen.

Euch verbindet idealerweise ein gemeinsames Ziel. Aber manchmal steht auch nur „Mannschaft“ auf dem Papier.

Dann ist Arbeit gefragt. Arbeit vom Trainer. Arbeit von euch als Team.

Denn eine Mannschaft ist viel mehr als eine Gruppe mehr oder weniger begabter Einzelspieler.

Der Vereinsname eint euch schon mal. Wenn ihr vor jedem Punktspiel ein kleines Ritual etabliert, eint euch schon mal das. Das ist schon ein Beginn. Bei uns ist es ganz banal aber wirkungsvoll; „Wir sind der TSV Ansbach“. Dabei stehen wir im Kreis, alle Hände sind zu einem Handknäuel vereint, das sich dann in Dynamik auflöst. In dem Moment stehen wir zusammen – sinnbildlich, aber auch real.

Ist einer von uns mal labil – wird er von den anderen aufgefangen und gestärkt.

Schwächelt mal einer von uns – bekommt er kraftspendende Worte mit in den nächsten Ballwechsel.

Beim Tischtennis handelt es sich um eine additive Mannschaftsleistung. Jeder trägt sein Scherflein zum kollektiven Erfolg bei.

Idealerweise.

Aber man kann als Einzelner auch sein Spiel verlieren, dumm gelaufen.

Passiert den Besten.

Wichtig ist, dass man ohne Vorwürfe wieder nach dem Spiel aufgenommen wird, ein kleines Lob gezollt wird.

„Trotzdem gut gespielt, besonders der Ballwechsel XY war großartig. Pech gehabt, aber beim nächsten Spiel läuft es ganz einfach besser“.

Das sind Worte, die gehen wie Balsam runter und stärken für den nächsten Auftritt.

Dabei ist es wichtig, dass jeder in der Mannschaft seine Stärken und Schwächen kennt, aber auch die des Partners.

Mach dir klar: Wenn du dich nicht bemühst und verlierst, müssen sich die anderen umso mehr anstrengen um deinen Faux-Pas auszugleichen.

Deswegen sind Gedankengänge wie „Spiel ich halt. Hauptsache ich bin dabei“, oder „Ist doch sowieso egal“ absolut verpönt und unsportlich.

Mach dir klar, dass deine Kameraden vielleicht / wahrscheinlich für diesen Sport brennen, alles dafür aufgeben, hinnehmen, sich quälen und anstrengen.

Mit diesem Hintergrund sind solche destruktive Gedanken nicht nur in höchstem Maße unsportlich, sondern auch deplatziert.

Solltest du diese LMA-Einstellung haben, überleg dir lieber, ob du wirklich in der / einer Mannschaft spielen willst oder ob du dich als Individuum nicht doch mehr liebst als das Team.

Beantwortest du diese Frage mit „Ja“, verabschiede ich mich jetzt von dir und wünsche dir ein schönes Leben als Einsiedlerkrebs.

Für alle anderen: Kein Spieler kann alleine bestehen. Ebenso verhält es sich im Leben. Man braucht einen Rückhalt, auf den man sich verlassen kann.

Mach dir bitte klar, dass Selbstmitleid nichts bringt. Unterstützt euch in der Mannschaft mit liebevoller Strenge, wie es eben von Zeit zu Zeit notwendig ist.

Auch wenn ein Rückschlag mal vorkommen sollte: Unterstützt euch und wachst gemeinsam. Dazu gehört auch, dass man selbst manchmal die Komfortzone verlässt, bereit ist für den Partner Risiken einzugehen und notfalls auch mal einen Part von ihm auf die eigenen Schultern zu nehmen.

• Der Partner hat Defizite, die Ihr nicht habt? Dann ist es eure gottverdammte Pflicht, mit ihm Einzeltrainings einzulegen (Stichwort: Komfortzone verlassen).

• Dein Mannschaftskamerad schwächelt? Dann sei du umso stärker. Aufgeben kann jeder. Aber die echten „Typen“ tun es nicht, oder zumindest erst, wenn gar nichts anderes mehr geht.

• Der Partner ist nach einer Krankheit leistungsmäßig noch nicht voll an Bord? Dann fangt ein leichtes, durchdachtes Training mit ihm an, dass er / sie bald wieder der / die Alte ist.

Eine Mannschaft ist so etwas wie eine 2. Familie. Viele meiner (auch ehemaliger) Mannschaftskameraden sind selbst heute noch echte Freunde fürs Leben.

Es ist die Gruppendynamik, die Tischtennis zu diesem einzigartigen Sporterlebnis werden lässt. Es ist wie bei den Musketieren: Einer für alle – alle für einen.

Hast du diesen Gemeinschaftssinn gefunden, so hast du deinen Verein gefunden.

Es gibt ihn.

Ich verspreche es dir.

Wille und Entschlossenheit sprengen Grenzen

Eine Hummel fliegt nicht. Sie ist zu schwer, unförmig – geht einfach nicht. Sie hat am Boden zu bleiben. Egal wo. In die Luft gehört sie jedenfalls nicht! So besagt es das Hummel- Paradoxon.

Aber jeder von uns kennt die kecken gelb-braunen Brummer im Sommer, welche fröhliche Kreise in den Lüften ziehen und von Blüte zu Blüte düsen.

Und genau so ist es mit dem Erfolg im Tischtennis.

„Geht nicht“ – Gibt’s nicht.

Es ist einzig und alleine eine Frage des Willens und der Entschlossenheit.

Ein Navy Seal Ausbilder hatte seine neue Klasse für das Tauch-

/Schwimmtraining vor sich. Unter all den Modellathleten war ein etwas „kleinwüchsigerer“ Mann mit etwa 1,65 m Körpergröße.

„Sie sind aber ziemlich klein“, sagte der Ausbilder zu ihm. „Die Wellen draußen könnten Sie in Stücke reißen.“ Pause. „Sie sollten es sich nochmal überlegen und aufgeben, bevor Sie sich verletzen“.

Die Gesichtsmuskulatur des Rekruten spannte sich an, er blickte dem Ausbilder fest ins Gesicht und antwortete: „Das werde ich nicht“.

Der Ausbilder lästerte, warnte fröhlich weiter. Dann bückte sich der Ausbilder nach vorne und flüsterte dem Rekrutenm etwas für andere Unverständliches ins Ohr. Danach ging es ab ins tosende Wasser.

Nach etwa einer Stunde stand der junge Rekrut als einer der Ersten wieder am Strand.

Man fragte ihn ihm Vertrauen, was ihm der Ausbilder ins Ohr geflüstert hatte.

Die Antwort war: „Beweisen Sie mir, dass ich mich irre!“

Im Sport geht es immer darum etwas zu beweisen: Es ist wirklich egal, wie groß du bist, welches Alter du hast, ob du arm oder reich bist. Es geht nur darum, dass du beweist, dass du stets dein Bestes gibst und es WILLST.

Hast du für DICH beschlossen, dass du es wirklich willst – lass dich von nichts und niemandem mehr von diesem Ziel abbringen.

Du willst in eine Mannschaft? Spiele, beweise dich, kämpfe. Und beweise, dass du ein Gewinn für die Mannschaft bist.

Du willst mit der Mannschaft aufsteigen? Trainiere, pass deinen Lebensstil und dein Denken, deine Visionen an, sei ehrgeizig und glaub an dich.

Trainiere härter und öfter als andere (auch und vor allem: mental) und auch das wird dir gelingen. – Beweise es dir und den anderen.

Du bist der Einzige, der dich stoppen, kleinmachen kann.

Du willst mehr? Dann beweise es, dass du es VERDIENST und KANNST.